Qualitätsbericht 2009
In 2009 wurden im Zentrum für Handchirurgie eine weitere Steigerung der
Operationsfrequenz verzeichnet. Insgesamt wurden 2051 Operationen unter
ambulanten, tagesklinischen ound stationären Bedingungen durchgeführt.
Hervorzuheben ist hierbei die Zunahme der operativen Behandlung
kindlicher Fehlbildungen durch die gute Kooperation mit unserer
Kinderklinik und die zunehmende überregionale Akzeptanz.
Neuentwicklungen bei der Behandlung von Radiusfrakturen und Korrekturen
nach Fehlheilungen zeigten verbesserte klinische Ergebnisse im Rahmen
von Nachuntersuchungen. Diese Ergebnisse wurden auf dem Jahreskongress
der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie in Tübingen präsentiert, da
sie von unserem Mitarbeiter Ralf Richter im Rahmen seine
Promotionsarbeit an der Julius Maximilians Universität Würzburg
detailliert ausgearbeitet wurden. Verbesserte Operationstechniken bei
Teilversteifungen des Handgelenkes, die in Ravensburg mitentwickelt
wurden, präsentierte Prof. Krimmer auf dem Europäischen
Handchirurgenkongress in Posen (Polen).
Die handtherapeutische Nachbehandlung durch Krankengymnastik und
Ergotherapie mit fließendem Übergang zwischen stationärer und ambulanter
Nachbetreuung wurde durch den engen Kontakt unserer Therapeuten am
Hause mit den Kollegen im gesamten süddeutschen Raum weiter verbessert.
Die Fortbildungsveranstaltungen stießen mit jeweils ca. 80-120
Teilnehmern auf reges Interesse. Herauszuheben sind hierbei die
gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen über Nachbehandlung nach Einbau
von Kunstgelenken und nach Nervenverletzungen und motorischen
Ersatzoperationen zur Funktionswiederherstellung nach fehlender Erholung
der Nerven. Zahlreiche Hospitationen von auswärtigen Handtherapeuten
bei Durchführung spezieller Operationen zeigen das hohe Interesse.
Die wissenschaftliche Präsenz des Zentrums für Handchirurgie geht aus
zahlreichen nationalen und internationalen Einladungen zu
Kongressvorträgen hervor. In Japan war Prof. Krimmer eingeladen, um
Kollegen der Universitäten Tokio und Osaka über spezielle Techniken von
Operationen am Handgelenk zu berichten und diese gemeinsam bei einem
Workshop zu erproben. Als Board Mitglied der IBRA (International Bone
Research Association) erfolgte eine Einladung nach Miami-USA, um
gemeinsam mit internationalen Kollegen neue Operationstechniken in einem
auf höchstem technischen Niveau ausgestattete Trainingscenter
vorzustellen. Beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für
Handchirurgie in Tübingen wurde zusammen mit unserer Ergotherapeutischen
Abteilung das Langzeitergebnis einer jungen Patientin nach
Handreplantation vorgestellt. Erfreulich war hierbei, dass diese
Patientin nach ca 1,5 Jahren wieder ihre ursprüngliche Tätigkeit ohne
größere Einschränkungen aufnehmen konnte. Bei diesem Kongress endete
auch die Präsidentschaft von Prof. Krimmer, der aber weiter Mitglied
des Vorstandes der Dt. Gesellschaft für Handchirurgie bleibt.
Daneben wurden zahlreiche Kongressvorsitze und Einladungsvorträge in der
Schweiz, Italien, Österreich und Deutschland auf Einladung
wahrgenommen.
Ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft wurde beschlossen ab
Januar 2011 wird das Zentrum für Handchirurgie in das neu errichtet
Ärztehaus (s.Abb.) umziehen. Hier können dann die Patienten unter
modernsten Bedingungen versorgt und betreut werden und die Kooperation
mit dem Elisabethenkrankenhaus einschließlich der Kinderklinik St.
Nikolaus optimiert werden.
Qualitätsbericht 2008
Das Jahr 2008 war durch eine positive Weiterentwicklung des Zentrums für Handchirurgie in alle Bereichen gekennzeichnet. Insgesamt wurden 1869 Operationen durchgeführt, davon 982 unter ambulanten und 887 unter stationären Bedingungen. Nach dem Weggang von Herrn Prof. Kistler aus den gemeinsam genutzten Praxis Räumen in das Heilig Geist Spital konnte nach einer kompletten Renovierung und Neuausstattung die ambulante Versorgungsstruktur für die Patienten weiter optimiert werden. Es stehen jetzt neben vier Behandlungs- kabinen zwei Ambulanz OP-Säale nach dem neuesten handchirurgischen Standard zur Verfügung. Durch die enge Kooperation mit der Abteilung für Anästhesie am Hause ist eine sichere individuelle anästhesiologische Betreuung der Patienten in entspannter Atmosphäre gewährleistet. Die handtherapeutische Nachbe- handlung durch Krankengymnastik und Ergotherapie mit fließendem Übergang zwischen stationärer und ambulanter Nachbetreuung wurde durch den engen Kontakt unserer Therapeuten am Hause mit den Kollegen im gesamten süddeutschen Raum weiter verbessert, so dass hier dieser wichtige Aspekt individuell abgedeckt ist. Zahlreiche Hospitationen von auswärtigen Handtherapeuten bei Durchführung spezieller Operationen zeigen das hohe Interesse.
Herauszuheben sind hierbei die gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen über Nachbehandlung nach Sportverletzungen und die Spiegeltherapie, die auf eine hohe Resonanz mit zuletzt 140 Teilnehmern stießen, Daneben wurde mit der Abteilung für Anästhesie eine gemeinsame Fortbildung über die akute und chronische Schmerzbehandlung durchgeführt und neuartige Therapieformen besprochen. Die Kooperation mit der Kinderklinik St. Nikolaus ermöglichte auch in 2008 eine zunehmende operative Behandlung von kindlichen Fehlbildungen einschließlich aufwendiger mikrochirurgischer Re- konstruktionen wie Zehentransplantation an die Hand.
Die wissenschaftliche Präsenz des Zentrums für Handchirurgie geht aus
zahlreichen nationalen und internationalen Einladungen zu
Kongressvorträgen hervor. In Brasilien konnte über die Entwicklung und
klinische Erfahrung neuester Plattensysteme zur Behandlung nach
Frakturen an Handgelenk und Hand berichtet werden. Auf dem Europäischen
Handchirurgen Kongress in Laussanne wurde eine Diskussionsrunde mit
befreundeten Kollegen aus USA. England, Japan, Österreich und
Deutschland über die Behandlungsstrategien nach schwierigen
Hand- gelenksbrüchen moderiert. Im Rahmen des Jahreskongresses in Hamburg
konnte nach der ersten Periode der Präsidentschaft innerhalb der
Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie die gute Kooperation mit
den Nachbargesellschaften und den Handtherapeuten erfolgreich
intensiviert werden. Daneben wurden zahlreiche Kongressvorsitze und
Einladungsvorträge in der Schweiz, Italien, Österreich und Deutschland
wahrgenommen. Eine betreute Promotionsarbeit über die Ergebnisse
nach der operativen Behandlung der schmerzhaften Arthrose des
Handgelenkes konnte an der Universität Würzburg erfolgreich
abgeschlossen werden, eine weitere Arbeit über Radiusfrakturen steht
kurz vor dem Abschluss und derzeit werden drei weitere Doktorranden
betreut, um durch Nachuntersuchung unserer Patienten die
Qualitätssicherung weiter zu verbessern.
Neben zahlreichen Hospitationen von Ärzten fanden auch längerfristige wissenschaftlich geförderte Aufenthalte von Kollegen aus Österreich, Tschechien und Brasilien über das Jahr verteilt statt. Zusammenfassend hat sich die enge Kooperation mit dem Elisabethenkrankenhaus auch im Jahr 2008 hervorragend bewährt und auch für das Jahr 2009 erwarten wir eine positive Weiterentwicklung wobei der Schwerpunkt weiterhin auf der Versorgung unserer Patienten nach modernsten Gesichtspunkten liegen wird.